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Pfäffikon

Mehrfamilienhaus

«Ja, aber wie bringen wir das Vogelfutter durch dieses kleine Loch, zweieinhalb Meter über dem Boden?» Die 2.Klässler von Heidi Fäh, Primarschule Mettlen, haben zuerst gewisse Zweifel, ob sich das neue Vogelhäuschen auch wirklich bewirtschaften lässt – bis sich das Missverständnis auflöst: Das kleine Holzhaus mit der vorgeblendeten Hundefassade ist kein Futterhäuschen für die Wintermonate, sondern ein veritabler Nistkasten! Entstanden ist dieser durch die schrittweise und konsequente Umsetzung der Beobachtungen und Untersuchungen, welche die Kinder am benachbarten Mehrfamilienhaus gemacht haben.

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«Wir haben uns für das Mehrfamilienhaus neben der Schule entschieden. Einer aus unserer Klasse wohnt dort.»

«Das Haus hat ganz viele Fenster und zwei Balkone übereinander. Alles ist auffällig – besonders das Wasserrohr an der Fassade.»

«Hier riecht es nach frischer Luft, nach Natur, nach Schnee. Es riecht eigentlich normal.»

«Wir hören Vögel zwitschern.»

«Das Haus sieht aus wie ein Hund. Die beiden Balkone sind die Schnauze, die Sonnenstore das Gebiss.»

Vogelgezwitscher? Hundeschnauze? Die Idee für einen Vespa-Jet-Nistkasten ist geboren – seine äussere Form entwickelt die Klasse auf experimentelle und spielerische Art und Weise.   

Auszug aus dem Merkblatt für Meisen-Nistkästen: Einflugloch bei allen Kästen immer Süd-Südosten, dem Wetter abgewendet / empfohlene Höhe: 180 – 250 cm / Durchmesser Flugloch für Blau-, Sumpf-, Tannen- und Haubenmeisen = 27 mm

Gemäss diesen Vorgaben hängt der Nistkasten nun an einer Astgabel des kleinen Baumes direkt hinter dem Schulhaus.

Im Merkblatt steht übrigens auch noch geschrieben, dass die Meisen mit ihrem Nestbau ab Ende März beginnen. Das kleine Aufrichtefest mit der Vespa-Jet-Klasse am 10. März 2017 ist also zu einem idealen Zeitpunkt gewählt worden – und alle hoffen jetzt natürlich, dass die gefiederten Freunde auch demnächst in ihre neue Hundehütte einziehen!

Vespa-Jet

Eine wendige Vespa tourt kreuz und quer durch den Kanton Zürich. Schulklassen untersuchen die Umgebung ihres Schulhauses und entwickeln zusammen mit dem Künstler Hanswalter Graf eine kleine Intervention. Für die Realisierung werden die lokalen Begebenheiten mit einbezogen.