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Dietikon

Militärbunker

Die 5. Klässler von Dominic Pando haben eine äusserst ungewöhnliche Gebäudewahl getroffen. Zum ersten Mal in der Vespa-Jet-Geschichte hat nämlich eine Klasse einen Bau ausgesucht, den sie uninteressant und hässlich findet – über den sie aber gerne mehr erfahren und mit dem sie experimentieren möchte. Spannend!

Auf einem kleinen Hinweisschild in einer Nische des Militärbunkers ist zu lesen: «Bunker Vogelau, Limmatstellung 1939 – 1945» – und natürlich auch noch: «Unberechtigten ist der Zutritt verboten.»

Die Kinder stören sich nicht nur an der abweisenden Düsterkeit des Bunkers, sondern auch daran, dass die Aussenwände mit aggressiven Graffitis versprayt und mit Sauwörtern verschmiert sind. FUCK steht da zum Beispiel an mehreren Stellen gekritzelt.

«Der Bunker ist kreisförmig gebaut und voller Graffiti.»

«Er ist gross, dunkel, aus Beton und alt.»

«Er steht im Wald, am Rande unseres Pausenplatzes und ist kotzgrusig.»

«Das Dach ist mit Efeu und Gestrüpp überwachsen.»

«Das sieht alles recht langweilig aus.»

«Alt, hässlich, grusig.»

Die Hauptfrage für die Zusammenarbeit mit der Klasse lautet: Können wir Hässliches in Schönes verwandeln? Ja, zum Beispiel, indem die Hässlichkeiten (Schmierereien) gesammelt, multipliziert und in viele bunte Muster verwandelt werden.

Das Resultat: Eine Friedensfahne. Oder eher eine Friedenstapete. Sie thront nun über dem Dachrand des Bunkers Vogelau in einem kleinen Wäldchen in Dietikon: rätselhaft, ein bisschen sinnlos – aber äusserst friedlich!

Vespa-Jet

Eine wendige Vespa tourt kreuz und quer durch den Kanton Zürich. Schulklassen untersuchen die Umgebung ihres Schulhauses und entwickeln zusammen mit dem Künstler Hanswalter Graf eine kleine Intervention. Für die Realisierung werden die lokalen Begebenheiten mit einbezogen.