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Schär Brigitte, Zürich (CH)

Themen: Psychologisch fundierte Fantastik, Freundschaft, Geschwister, Selbstbewusstsein, Neugier auf die Welt, Philosophisches. Oberstufe zusätzlich: Untergründiges, schwarzer Humor.
Geboren 1958, aufgewachsen in Meilen am Zürichsee, lebt in Zürich. Sie studierte Germanistik, war vorübergehend Deutschlehrerin und absolvierte eine Gesangs- und Sprechausbildung. Seit ihrem dreissigsten Lebensjahr arbeitet sie freiberuflich als Schriftstellerin, Performerin und Sängerin (mit Einflüssen aus Jazz, Klassik, Rock, Pop und World). Sie schreibt für Kinder und Erwachsene. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und übersetzt (u.a. Schweizer Jugendbuchpreis, Kinder- und Jugendmedienpreis «Die Rote Zora», Schnabelsteher-Preis.) Brigitte Schär tourte mit ihren Büchern schon in fünf Kontinenten. Seit 2012 ist sie zudem CAS-Teaching Artist.

Leseprobe aus dem Buch, das in Planung ist. Arbeitstitel: «Was für ein Zirkus»

Als ich am Mittag aus der Schule kam, sass ein Zebra am Familiencomputer im Wohnzimmer und haute mit seinen Hufen in die Tasten. Eigentlich hätte das Essen auf dem Tisch stehen sollen. Ich war hungrig nach dem Schulmorgen. Doch kein Essen stand da. Mama war nicht zu Hause und auch die Zwillinge nicht. Da war nur das Zebra, das lautstark tippte.
«Was tust du?», fragte ich das fleissige Zebra.
«Ich schreibe einen Brief an die Versicherung», antwortete das Zebra, ohne mit der Arbeit aufzuhören.
«Warum?», fragte ich.
«Mein Zirkuszelt ist abgebrannt in dieser Nacht», antwortete das Zebra, ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden. Jetzt las es durch, was es geschrieben hatte.
«Lass mich mal sehen», sagte ich. «Ich bin gut in Rechtschreibung.» Ich las über die Schulter des Zebras, was es geschrieben hatte. Wie ich mir gedacht hatte: lauter Fehler drin.
«Lass mich mal ran», sagte ich.
Das Zebra rückte etwas zur Seite. Ich stiess mit meinem Stuhl an seinen Stuhl. Dann korrigierte ich, was es geschrieben hatte.
«So, jetzt hast du einen anständigen Brief», sagte ich.
Ich druckte den Brief aus. Als Unterschrift liess ich das Zebra seinen Huf in Tintenwasser tauchen und dann auf das Blatt Papier drücken.
Das Zebra bedankte sich und eilte mit dem Brief davon.


Weitere Titel:
Lisa, Paul und Frau Fisch (ab 6), Dominos Geheimnis (ab 8), Spatz und Schwein (ab 5, Schreibwerkstatt ab 8) Adieu, Good-bye, Auf Wiedersehen (Sprachland-Magazin für die 6. Klasse) 5 winzig kleine Zwerge (ab 5), Das geht doch nicht! (ab 7) Dinosaurier im Mond (ab 5) Die Weihnachts-Show (ab 7) Geschichten vom Roll und vom Ruh (ab 7) Mama ist gross wie ein Turm (ab 5) Monsterbesuch! (ab 7) Die blinde Fee (ab 5) Das Haus auf dem Hügel (ab 7) Das Schubladenkind (ab 7) Die Entführung der Welt (ab 9) Anker lichten, Segel setzen! (CD, ab 5), Liebesbriefe sind keine Rechnungen (ab 15), Unwetter (ab 15)

Besonderes:
Didaktisch gut aufgebaute, multimedial inszenierte, stufengerechte und abwechslungsreiche Performance-Lesungen, die viele Sinne ansprechen und die Schülerinnen und Schüler mit einbeziehen.



www.brigitte-schaer.ch
Veranstaltungsort
Im Schulhaus
Zielpublikum
Kiga, 1.-10. Schuljahr / Mittel- und Berufsschulen
Dauer
60-90 Min.
Preis
300.–   pro Lesung (max. 50 Personen)
Daten
Dez. 2017 / Jan.-März 2018
Anmeldung:
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