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Liebe Lehrerinnen und Lehrer

Blickfelder ist vorbei! Wir haben fröhlich schreiende Primarschülerinnen und -schüler in der vollen Tonhalle erlebt („Anpfiff“); stille und beeindruckte Besuchende im tiefen, tiefen Bunker K85 („Zeitraumtraum“); lachende und dann weinende Zuschauende in der Schiffbau-Matchbox („Museum of Memories“). Im Schulhaus Bachtobel waren eine prächtige Ausstellung und berührende Inszenierungen zu bewundern („Tagebuch der Zeiten“). Unser Festival Blickfelder hatte ein riesiges Labyrinth („Time Out“), einen physisch herausfordernden Kinderspaziergang für Erwachsene („Bein über Stein“) und Silberbüx zu bieten, die mit 80 singenden Kinder auf der Pfauenbühne das Publikum begeisterten. Und vieles mehr. Wir haben auch dazugelernt. Dass sich wohl die mutigsten Jugendlichen trauen, im vollen Schauspielhaus aufzutreten, aber leider nicht unbedingt die besten Texterinnen und Texter („Slam Poetry: Der Final“). Dass Homophobie bei Jugendlichen noch immer weit verbreitet ist („Steh deinen Mann“). Dass die Besuchenden eines Festivalzentrums auf einer grossen Brache sehr gezielt an die verstreuten Veranstaltungen gelockt werden müssen. Dass es Inszenierungen gibt, die einen Bühnenboden einstürzen lassen („La Cosa“). Und weit mehr. Gewusst haben wir, dass partizipatorische Projekte mit Schulklassen prozessorientiert und deshalb riskant sind. Ihr Endprodukt – Ausstellung, Film, Performance, Audioguide, Petry Slam, Installation – kann gelingen, aber auch scheitern. Dieses Risiko werden wir weiterhin eingehen. Denn wir sind überzeugt, dass es sich lohnt. Über 80 Schulklassen konnten sich in 18 Projekten künstlerisch entfalten. Fast alle Resultate begeisterten das Publikum. Diese Anerkennung eines Wirkens, das nicht benotet wird und sich – wie das Wetter – absoluter Messbarkeit entzieht, stärkt und befreit die Schülerinnen und Schüler

Wir danken allen Beteiligten, vor allem den Schulklassen und ihren Lehrpersonen, für unvergessliche Stunden.

Team schule&kultur